Mehr als 185 Jahre innovativ

Technologieführer seit 1829

Seit mehr als 185 Jahren steht Waelzholz in der Tradition wegweisender Innovationen. 1829 kaufte Caspar Diederich Wälzholz eine Grobdrahtrolle im Nahmertal und legte damit den Grundstein des heutigen Unternehmens. Schon früh entwickelte sich das Familienunternehmen zum Technologieführer seiner Zeit und schlug mit neuartigen, kundenorientierten Produkten und Fertigungsmethoden den Wachstumskurs ein: in den Anfangsjahren etwa mit besonders elastischen Webrieten, Spezialdrähten für Regen- und Sonnenschirme oder kaltgewalzten Krinolinenfedern für Reifröcke. 35 Jahre nach der Gründung war Waelzholz eines der führenden Unternehmen der Kaltwalzindustrie und exportierte bereits im Jahr 1890 nach Japan und England.

Engineering-Kompetenz

Waelzholz hat zu jeder Zeit modernste Anlagen betrieben und als Technologieführer Werkstoffe für wegweisende Anwendungen geliefert: Waren es um die Jahrhundertwende etwa Paragonstähle und in den Fünfzigerjahren olympiaerprobte Skikantenprofile, kennzeichnen heute innovative, flexible Werkstoffe wie zum Beispiel höchstfeste Federstähle für Sicherheitsgurtsysteme sowie extrem dünne Elektrobänder für umweltschonende elektrische Fahrzeugantriebe und für effiziente Anlagen zur Energiegewinnung die Ausrichtung des Werkstoff- und Entwicklungsspektrums. Weltweit agierende Unternehmen arbeiten in der Entwicklung eng mit Waelzholz zusammen und nutzen auf diese Weise das Know-how der Bandstahlspezialisten bereits in der Entstehungsphase ihrer Produkte.

International aktiv

In der jüngeren Vergangenheit trieb Waelzholz die Expansion in internationale Märkte voran. Heute ist Waelzholz mit ca. 2.100 Mitarbeitern eines der größten Kaltwalzwerke weltweit und baut seine internationale Ausrichtung konsequent aus. So ist das Unternehmen mit Produktions- und Vertriebsstandorten in strategisch wichtigen Zielmärkten in Asien und Amerika präsent. Innovationskraft und Dynamik haben die Entwicklung des Unternehmens seit mehr als 185 Jahren bestimmt. Auf diesen Pfeilern wird Waelzholz auch seine Zukunft gestalten.

Erfolg seit mehr als 185 Jahren

1829 - 1899

1829  //  Kauf der Grobdrahtrolle "Auf’m Graben“ (Mühlengraben) im Nahmertal und wenig später Pachtung der Feindrahtrolle „Borggräfen-Rolle“ für Feindrähte und dünne Flachdrähte am Obergraben

1845  //  Die "Rietefabrik des Caspar D. Wälzholz“ ist eine von insgesamt zwölf Riete- und Drahtfabriken in Hohenlimburg  

1848  //  Revolutionskrise mit stockendem Absatz, Produktionsrückgang und Entlassungen

1850–1857  //  Kauf der "Borggräfen-Rolle"

1854  //  Aufnahme der Herstellung von Spezialdraht für Regen- und Sonnenschirme, was sich in den nächsten Jahren als Verkaufsschlager erweisen sollte

1857  //  Generationswechsel – der Gründer Caspar D. Wälzholz überträgt die gesunde Firma seinem Sohn Ludwig

1863  //  Produktion eines breiten Spektrums von Eisen- und Stahldrähten, Springfedern, Webrieten aus Eisen-, Stahl- oder Messingdraht, viele hochwertige Spezialdrähte wie Kettendraht, Telegrafendraht, Stiftdraht, Bindedraht, Maschinendraht und Draht für Sticknadeln, Gabeln, Sonnen- und Regenschirme, gelochte Eisenplättchen zur Führung des Fadens im Webstuhl (Maillons), Handel mit zugekauften Eisen-, Stahl- und Messingwaren

1864  //  Abriss der alten Drahtrolle und Errichtung einer modernen zweistöckigen Fabrikhalle; das Wasserrad wird durch eine 12-PS-Dampfmaschine ergänzt

1866  //  Aufstellung der ersten Kaltwalzgerüste mit gusseisernen Walzen und Einrichtung einer eigenen Härterei zur Aufnahme der Fabrikation von kaltgewalzten Krinolinendrähten

1866–1867  //  Der Preußisch-Österreichische Krieg lässt die Produktion der Krinolinendrähte stillstehen – Waelzholz produziert Eisendraht für Militärstiefel

1868  //  Expansion

  • Kauf einer eigenen Drehbank
  • Installation einer größeren Dampfmaschine
  • Errichtung eines Packhauses und Büros
  • Vergrößerung der Zieherei
  • Modernisierung der Glüherei
  • Beitritt zur Kranken-Unterstützungskasse der Hohenlimburger Fabrikanten

1870  //  Neue Anwendungsmöglichkeiten für kaltgewalzten Stahl: Instrumente, Schrauben, Federn, Nähmaschinen, Fahrräder, Schlösser, Blumendraht und Gewehrteile

1874  //  Ludwig Wälzholz verstirbt infolge einer Erkrankung; sein gerade 20-jähriger Sohn Ludwig übernimmt die Leitung zusammen mit seinen Brüdern August und Gisbert. Eigentümerin bleibt jedoch Louise Wälzholz.

1884  //  Absatzkrise durch Nachfragerückgang von Korsett- und Krinolinenstahl

1887  //  Weiterentwicklung des Krinolinenstahls zu Paragonstahl

1896  //  Bau eines größeren Kaltwalzwerkes, betrieben von zwei Dampfmaschinen

 

1900 - 1999

1905  //  Zusammen mit der Fa. Feuerhake & Cie. Gründung der Fa. Union-Gesellschaft für Metallindustrie GmbH in Fröndenberg (Ketten- und Fahrradfabrik)

1906–1910  //  Bau eines weiteren Kaltwalzwerkes 

1919  //  Günter Wälzholz wird persönlich haftender Gesellschafter

1921  //  Dr. jur. Hans Junius, Schwiegersohn von Ludwig Wälzholz, tritt als Syndikus der Geschäftsleitung bei

1937  //  Dr. jur. Hans Junius wird persönlich haftender Gesellschafter und Ludwig Wälzholz scheidet aus der Firmenleitung aus; Otto Dreiser wird Prokurist

1939–1945  //  Fertigung für die Metallwaren- und Rüstungsindustrie, teilweise mithilfe von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen

1946  //  Der Sohn von Herrn Dr. jur. Hans Junius, Hans Martin Junius, übernimmt die Verantwortung im Werk; als Verkaufsschlager entwickelt sich das Junius-Stocheisen, „Justo“ genannt

1951  //  Bau neuer Hallen, u. a. die „Paragon-Halle“; in der Glüherei Umstellung von alten gas- und kohlebefeuerten Einsatztöpfen auf einen elektrischen Rollenherd-Durchlaufofen

1953–1955  //  Die Söhne des Herrn Dr. jur. Hans Junius, Hans Martin Junius und Eckart Wälzholz-Junius, übernehmen zusammen mit dem Neffen Dieter Wälzholz die Führung des Unternehmens

1954  //  Einweihung der Ludwig-Halle

bis 1962  //  Bau von fünf großen Hallen und Verlegung des Kerns der Kaltwalzerei mit den Hochleistungs-Reversieranlagen, der Glüherei und der Dynamobandabteilung nach Hagen; Errichtung einer neuen Glühlinie für Elektroband

1966  //  Bau des zentralen Verwaltungsgebäudes in Hagen-Fley 

1969  //  Errichtung des Werkes Hagen-Fley-Nord

1972  //  Inbetriebnahme einer modernen Schubbeizanlage

1973  //  Gründung der Brasmetal Waelzholz S.A. in São Paulo und Schließung des Werkes Union-Gesellschaft für Metallindustrie GmbH in Fröndenberg

1975  //  Inbetriebnahme der großen viergerüstigen Kaltband-Tandemstraße

1983  //  Ausbau der Glüherei und Ausstattung mit Haubenglühanlagen

1989  //  Bau des Hochregallagers

1990  //  Dr.-Ing. Hans-Toni Junius und Dipl.-Volkswirt Herbert Otten übernehmen die Geschäftsführung

1991  //  Aufbau des modernen Skikantenzentrums in Hagen-Hohenlimburg

1993  //  Übernahme der Firma Gerätebau Huber und Gründung der Wälzholz Huber GmbH in Götzis (Österreich). An diesem Standort firmieren wir heute unter C.D. Wälzholz International GmbH 

1996  //  Kauf des Elektroband-Durchlaufofens von Hoesch; gemeinsam mit D&B Gründung der Tochter CDW-Edge in Cleveland, Ohio (USA)

 

2000 - heute

2000  //  Kauf des Werkes Hagen-Kabel – ehem. Kaltwalzwerk Hoesch Hohenlimburg

2001  //  Kauf des Unternehmens IJ Stahleisenhandel von der Familie Junius und Umformung in das Service Center CDW in IS-Stenglingsen, heute Waelzholz Service Center GmbH; Übernahme des Unternehmens D&B und Gründung des CDW Service Centers D&B, Ltd. in Cleveland, Ohio, heute Waelzholz North America, LLC

2002  //  Übernahme des Unternehmens Kaltwalzwerk Brockhaus in Plettenberg

2003  //  Übernahme der Fa. Bernier in Thiers, Frankreich, und Gründung der C. D. Wälzholz France SAS, heute Waelzholz France SAS 

2005  //  Herr Dr. Hans-Toni Junius übernimmt als Vorsitzender der Geschäftsführung die Leitung des Unternehmens 

2007  //  Übernahme des Unternehmens „Kaltwalzwerk Röchling KG“ in Oberkochen, Gründung des Service Centers Waelzholz New Material (Taicang) Co., Ltd. in China sowie des Joint Ventures zwischen Waelzholz und der Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG zur Taicang Waelzholz – Kern-Liebers New Material Co., Ltd.  

2008  //  Die Niederlassung von Waelzholz Asia in Hongkong verantwortet von Anfang 2008 bis Ende 2012 den Vertrieb in Asien

2011  //  Übernahme der Mehrheitsanteile der Brasmetal Waelzholz S.A., heute Waelzholz Brasmetal Laminação Ltda., in São Paulo

2014  //  Eröffnung des Kaltwalzwerks in China als Erweiterung des Service Centers Waelzholz New Material (Taicang) Co., Ltd.  

2016 //  Übernahme der Kaltwalzaktivitäten der Wickeder Westfalenstahl GmbH in Wickede (Ruhr)

2017 //  Übernahme des Unternehmens Theis Kaltwalzwerke GmbH in Hagen