Wasserstofftank auf dem Werksgelände von Waelzholz

Unser Weg zur Klimaneutralität

Als ein führendes Unternehmen in der Kaltwalzbranche stellen wir uns der Verantwortung, den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Zukunft aktiv mitzugestalten. Das Ziel heißt Dekarbonisierung. Auf unserem Weg zur Klimaneutralität schöpfen wir technische Möglichkeiten aus und nutzen unsere Innovationskraft, um die Übergangsfrist bis zu einer ausreichenden Versorgung mit grünem Wasserstoff und regenerativ erzeugtem Strom möglichst CO2-arm zu gestalten.

Die vollständige Klimaneutralität einer energieintensiven Produktion wie der unsrigen kann aus derzeitiger Sicht nur gelingen, wenn grüner Wasserstoff und grüner Strom in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Auch wenn eine umfassende Wasserstoffversorgung an unseren Standorten noch nicht absehbar ist, haben wir uns technisch bereits weitgehend auf eine mögliche Umstellung vorbereitet. In einer Anlage setzen wir bereits erfolgreich moderne H2-Brenner im Dauerbetrieb ein und haben diese so abgestimmt, dass wir unsere Produkte auch mit Wasserstoff in der bewährt hohen Qualität herstellen können. Durch diese Investitionen sind wir bereits heute technologisch in der Lage, bei der Herstellung unserer Hightech-Werkstoffe Erdgas durch Wasserstoff zu substituieren.

Aufgrund der erheblichen Mengen Wasserstoff, die wir für unsere Fertigungsprozesse benötigen, ist eine Versorgung mit grünem Wasserstoff nur über den Anschluss an eine leitungsgebundene Wasserstoff-Infrastruktur möglich. Aus diesem Grunde setzen wir uns auf politischer Ebene und bei den Energieversorgern intensiv dafür ein, schnellstmöglich Infrastrukturlösungen auch mit internationaler Anbindung aufzubauen. Da nach unserer Einschätzung in Deutschland eine autarke Wasserstoffversorgung in absehbarer Zeit nicht aufgebaut werden kann, stellt der Import von regenerativ erzeugtem Wasserstoff für uns den einzigen Weg zur Sicherung unserer Bedarfe dar. Unter dieser Voraussetzung und mit einem realistischen Zeithorizont einer solchen Anbindung ist es unser Ziel, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu sein.

Strategie bis zur Wasserstoff-Ära

Der Aufbau einer überregionalen Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung unserer Standorte haben einen langfristigen Zeithorizont. Für die sukzessive Reduktion unserer CO2-Emissionen bis zur Versorgung mit grünem Wasserstoff haben wir bei Waelzholz eine umfassende Strategie entwickelt, die eine Betrachtung der Emissionen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette vorsieht und Hebel für ihre Vermeidung bietet.

Nahaufnahme der glänzenden Oberfläche von Bandstahl

In den CO2-Footprints der Produkte, die unser Werk verlassen, sind alle bei uns und bei unseren Rohstahllieferanten entstehenden Emissionen zu erfassen, also Scope 1, 2 und 3. Die Emissionen der Rohstahlhersteller haben mit durchschnittlich etwa 90 % des Product Carbon Footprints unserer Endprodukte einen signifikanten Anteil. Hierauf müssen wir strategisch mit Beschaffungsmaßnahmen reagieren, die alle Umstellungsmöglichkeiten auf CO2-arme Stahlerzeugnisse national wie international berücksichtigen.

CO2-Vermeidung wird für unsere Kunden zunehmend zur konkreten Aufgabenstellung und Herausforderung. Neben unserer klassischen Kernkompetenz in der Werkstofftechnologie gewinnt der CO2-Footprint für uns deshalb auch in der konkreten Werkstoff-Beratung unserer Kunden an Bedeutung. Als Technologieführer haben wir den Anspruch, auch in dieser Frage unsere Kunden mit fundiertem Know-how zu unterstützen. Neben der mit dem jeweiligen Kunden abgestimmten Reduzierung der CO2-Emissionen liefern wir validierte Product Carbon Footprints auf Artikelebene, die für einen zertifizierungsfähigen Nachweis der eigenen Emissionsreduzierung verwendet werden können. Damit bieten wir unseren Kunden eine außergewöhnliche Transparenz und verlässliche Grundlage für die CO2-Reduktion ihrer eigenen Produkte.

Energieeinsparung auf allen Ebenen

Die Reduzierung zugekaufter Emissionen im Scope 3 und der Emissionen unserer eigenen Produktionsprozesse entfaltet das größte Potenzial für den Klimaschutz. Unser Nachhaltigkeitsanspruch spiegelt sich aber auch in vielen kleinen Schritten und Initiativen von Photovoltaik über LED-Beleuchtung in den Hallen bis hin zur Wärmerückgewinnung an unseren Wärmebehandlungsanlagen wider. Unsere Investitionspolitik orientiert sich in allen Bereichen konsequent an Möglichkeiten zur Energieeinsparung.

Darüber hinaus decken wir bereits jetzt einen signifikanten Teil unseres Strombedarfs mit grünem Strom. Ende 2022 werden 40 Prozent unseres Strombedarfs regenerativ gedeckt. Dabei setzen wir auf eine langfristige Bindung mit den jeweiligen Energieversorgern vor Ort und verwenden ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen mit qualifizierten Herkunftsnachweisen.

Podcast Podcast: Steel to Zero

Wie die Reduzierung von CO2-Emissionen in der Stahlindustrie möglichst schnell gelingen kann, erfahren Sie von Fachleuten der Branche in unserem neuen Nachhaltigkeitspodcast. / mehr 

Umwelt- und Energiepolitik EFFIZIENTER ENERGIEEINSATZ

Die Umwelt- und Energiepolitik von Waelzholz hat zum Ziel, die Ressourcen zu schonen, Energie effizient einzusetzen und die Umwelt geringst möglich zu beeinflussen. / mehr 

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